Mietwagenpreise deutlich gestiegen
geposted am 17. November 2009 um 10:59 von Bernhard FrankAber das war doch zu erwarten, oder!? Dass Mietwagen in Zeiten von Wirtschaftskrise, Abwrackprämie, Sparmaßnahmen, usw. nicht günstiger werden, hat sich wahrscheinlich jeder denken können. Ärgerlich ist es für den Kunden natürlich trotzdem. Das Statistische Bundesamt machte die Mietwagenbranche zum zweitgrößten Preistreiber im Oktober nach PC-Anwendersoftware. Die Gründe dafür seien Preissteigerungen wie z.B. auf Mallorca von bis zu 25 Prozent. Innerhalb Deutschlands stiegen die Mietwagenpreise seit einem Jahr um bis zu zehn Prozent.
Eine Ursache sei nach Angaben der Autovermieter die Abwrackprämie. Laut Elyes M’Rad, Geschäftsführer der Hertz Autovermietung, machen sich für das Mietwagenunternehmen auch die Veränderungen auf den Automobilmärkten bemerkbar. „Die Hersteller haben ihre Produktionskapazitäten mit dem Einsetzen der Finanzkrise gesenkt, so dass heute weniger Neuwagen auf dem Markt sind“, so M’Rad.
Schwierig wird´s bei den Preisunterschieden, die für den Kunden nicht unbedingt immer auf den ersten Blick erkennbar sind. Die „versteckten Kosten“ – wie viele es nennen – fangen bei den Kilometerbegrenzungen an und enden bei den teuren Extras. Nach Angaben von Unternehmenssprecher Frank Elsner gilt die Kilometerbegrenzung bei der Sixt Autovermietung nur an Wochenenden. Dabei sind dann täglich 300 Kilometer inklusive, jeder weitere gefahrene Kilometer kostet dann 0,21 Euro.
Wie in der Onlineausgabe der Süddeutschen berichtet wird, gibt es bei Europcar ebenfalls eine Kilometerbegrenzung am Wochenende, aber in unterschiedlicher Höhe je nach Wagenklasse. Sie entfällt zwar an Werktagen, der Grundpreis ist dafür aber (im Gegensatz zu Sixt) deutlich höher. Nun kündigt Elyes M’Rad an, dass zukünftig auch bei Hertz auf einen Teil der Tarife eine Kilometerbegrenzung von 250 Kilometern pro Tag sowie eine Einweggebühr von 15 Euro eingeführt wird. Nach Angaben der Autovermieter ist eine mögliche Preissenkung allerdings nicht in Sicht. Sehr schade, teilweise aber auch verständlich.
Dennoch könnten die Mietwagenanbieter diverse Serviceleistungen oder Extras wie zum Beispiel Winterreifen kostenfrei anbieten. Denn Winterreifen kosten bei einigen Vermietern rund 15 Euro zusätzlich pro Tag. Bei einer Anmietung von zehn Tagen macht das 150 Euro extra, die zum eigentlichen Mietpreis noch dazu kommen. Sehr viel Geld, welches viele Kunden nicht zusätzlich ausgeben möchten und dadurch ihre eigene Sicherheit gefährden. Ich finde, es wäre doch mal eine Überlegung wert, daran etwas zu ändern! Unsere Mietwagen-Kunden hätten sicher nichts dagegen einzuwenden.















